DAS SCHLOSS

Im Herzen der Holsteinischen Schweiz, direkt am Großen Eutiner See liegt Schloss Eutin. Umgeben von einem der schönsten Landschaftsgärten Norddeutschlands erleben Sie hier einen Kurzausflug in die herrschaftliche Lebenskultur des 18. Jahrhunderts.

 

Stellen Sie sich vor, Sie werden im Jahr 1743 auf Schloss Eutin empfangen. - Im Film "Schloss Eutin und seine Geschichte" erfahren Sie mehr über die Bedeutung und Ausstattung der ehemaligen Residenz. 
Der Film wurde ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Stadt Eutin und der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein.

SCHLOSSMUSEUM

In Schloss Eutin tut sich was: Gemälde finden sich an neuen Orten, auf gläsernen Wänden erscheinen vertiefende Erläuterungen zu den prachtvollen Räumen, ihren ehemaligen Bewohnern und der Zeitgeschichte. – Seit Beginn des Jahres 2015 entwickelt die Stiftung Schloss Eutin eine umfassende Neupräsentation des Schlossmuseums, die in mehreren Teilprojekten realisiert wird. Seit Sommer 2015 zeigen sich das Gottorfzimmer und der angrenzende Vitrinenraum im neu gestalteten Konzept. Die Umsetzung erfolgte durch Mittel der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein und der Elfriede-Dräger-Gedächtnisstiftung. ​

Im April 2017 wurde der nächste Museumsbereich im neuen Gestaltungskonzept eröffnet: Das Antependium von 1641 und die Fürstbischöfe von Lübeck. Dank der großzügigen Unterstützung durch den Freundeskreis Schloss Eutin konnte dieser Schritt in der Neugestaltung umgesetzt werden.

Schloss Eutin entführt Sie in die Zeit der Fürstbischöfe von Lübeck und Großherzöge von Oldenburg und fasziniert durch die besondere Pracht der umfassend restaurierten historischen Räume. Erkunden Sie bei einem individuellen Rundgang oder mit einer Führung die bewegte Geschichte des Hauses. Die hochwertige barocke Originalausstattung und bedeutende Stuckornamentik aus dem 18. Jahrhundert ist von überregional kulturhistorischem Wert und macht die Lebenskultur einer lange vergangenen Zeit erlebbar. Die prachtvollen Salons und Säle bilden mit einer umfangreichen Portraitgemäldesammlung heute den Kern des Museums.

Glanzvoller Höhepunkt ist das Antependium. Das kostbare und reich bestickte Altartuch aus dem 17. Jahrhundert ist nach langer Zeit im Depot seit April 2017 in einem eigenen Raum zu bestaunen.

Geschichte

Schloss Eutin erzählt von rund 850 Jahren bewegter Geschichte des Oldenburger Fürstenhauses und seinen weit verzweigten Verbindungen in die Herrscherhäuser Europas. Aus einer mittelalterlichen Burg entwickelte sich im Laufe der Zeit die bis heute erhaltene barocke, vierflügelige Schlossanlage.

Die berühmte Zarin von Russland Katharina die Große war als Enkeltochter von Fürstbischof Christian August in ihren jungen Jahren mehrmals im Schloss Eutin zu Besuch. Unter dem weltgewandten Herzog Peter Friedrich Ludwig (1785-1829) erlebte die Residenz ihre kulturelle Blüte.

Bedeutende Gelehrte und Künstler wie Johann Heinrich Voß und Johann Heinrich Wilhelm Tischbein weilten und wirkten am Hof. So erhielt Eutin den Beinamen „Weimar des Nordens“.

1918 musste der Großherzog als regierender Fürst in Oldenburg abdanken. Schloss Eutin verblieb bis zur Gründung der Stiftung Schloss Eutin im Jahre 1992 im Privatbesitz der Herzöge von Oldenburg. Seit bereits fast 100 Jahren sind nun die Räume als Schlossmuseum zu besichtigen.

Schlossgarten

Der Schlossgarten Eutin zählt zu den schönsten englischen Landschaftsgärten Norddeutschlands und ist das bedeutendste Gartendenkmal der Aufklärung in Schleswig-Holstein. Seit über 200 Jahren steht er allen interessierten Besuchern offen und lädt mit seinem vielfältigen Pflanzenbestand, den stilvollen Gartenarchitekturen sowie stimmig angelegten Wege- und Wassersystemen zum Verweilen ein.

Dabei beeindrucken die aufeinander bezogenen Bereiche, die als einzigartige künstlerisch gestaltete Landschaftsszenen das Bild des Schlossgartens bis heute prägen. Auf einer Fläche von etwa 14 Hektar entfaltet sich das Prinzip der englischen Landschaftsgartenkunst, nach dessen Art Herzog Peter Friedrich Ludwig ab 1786 den vormaligen französischen Terrassengarten umgestalten ließ.

Küchengarten

Hinter dem herrschaftlichen Bereich des Schlossgartens befindet sich der Küchengarten, der unter Herzog Peter Friedrich Ludwig (1785-1829) als abgeschirmter Wirtschaftsgartenbereich gestaltet wurde. Er versorgte die fürstliche Tafel mit frischem Obst, Gemüse und Kräutern und vereinte das Nützliche mit dem Schönen. Auf einer Fläche von etwa zwei Hektar wurden zahlreiche Sorten angebaut. Bis heute prägt die barocke Orangerie das Bild des Küchengartens.

Nachdem der letzte Eutiner Hofgärtner 1927 in den Ruhestand ging, wurde der Küchengarten verpachtet. Nach längerer Zeit der Brache begannen 2005 konkrete Planungen und Arbeiten zur Wiedergewinnung des historischen Zustandes.

Ermöglicht durch eine Förderung aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft des Landes Schleswig-Holstein, wurden die alten Wege- und Pflanzflächen revitalisiert. Im Zuge der Landesgartenschau Eutin 2016 konnte die Wiederbepflanzung mit Obstgehölzen und die Sanierung von Orangerie und Neuholländerhaus abgeschlossen werden.

Das Projekt wurde gefördert von der Europäischen Union (EFRE), dem Bund (BKM-Mittel), dem Land Schleswig-Holstein (Landesamt für Denkmalpflege, Investitionsprogramm Kulturelles Erbe des Kulturministeriums), der Stadt Eutin, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, privaten Sponsoren sowie durch umfangreiches bürgerschaftliches Engagement.


Schloss- und Küchengarten sind tagsüber ganzjährig geöffnet.